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Allgemeine Hinweise
Hier informieren wir einerseit über unsere Anträge im Ortsgemeinderat und andererseits berichten wir aus den Gremien der Ortsgemiende. Es gibt Punkte in jeder Sitzung (Ausschüsse und Ortsgemeinderat), die "gesetzt" sind, einfach dadurch, dass die Ortsgemeinde bestimmte Aufgaben zu erledigen hat. Die Sitzungen sind prinziepiell öffentlich, nur Teile der Sitzungen sind es nicht. Aus diesen öffentlichen Teilen berichten wir manchmal persönlich, zum Beispiel wenn wir der Meinung sind, dass es wichtig ist etwas zu dokumtieren oder auch richtig zu stellen, oder auch wenn wir Themen besonders relevant finden.
Wenn ihr zu unserer politischen Arbeit Fragen, Anregungen, Kritik oder Wünsche habt, sprecht uns gerne an!
2026
Gemeinderat Jockgrim - 29.02.2026 - Bericht von Karin
Ich schreibe heute über die Punkte Förster und unseren Antrag auf eine Baumschutzsatzung, ich habe fleißig mitgeschrieben.
Der Förster war da, um sein Budget für 2026 vorzustellen. Er sagt, dem Wald um Jockgrim rum geht es den Umständen entsprechend gut, etwas besser als dem Durchschnitt. Der Wald um Jockgrim hat 30-40% kranke Bäume, ist aber recht "gemischt", was den Wald widerstandsfähiger als z.B. einen reinen Nadelwald macht. Es muss schon einiges getan werden, damit das so bleibt und das tut er auch. Die Deichabsenkung z.B. ist ein Problem für einige der Bäume die da stehen. Das Waldstück am Schützenhaus musste leider gerodet werden. Er hat bei allem erklärt, wieso. Am Schützenhaus sind zum Teil auch schon neue Bäume gepflanzt. Was ich noch nicht wusste ist, dass ein Mobilfunkmast aufgestellt wird. Das ist seit Jahren in Planung und soll wohl dieses Jahr soweit sein. Weitere Kahlschläge sind für 2026 jedenfalls nicht geplant. Durch weitere Fragen kam heraus, dass ein Wald 3 Aufgaben hat: Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion und die hat unser Föster alle im Blick. Denn wenn die Natur es nicht von alleine macht, dann muss er es machen. Und das macht er. Zusammen übrigens, mit 3 Mitarbeitern.
Und nun zur Baumschutzsatzung. Wir wurden von einer Person aus dem Gemeinde gefragt, ob wir uns für eine Baumschutzsatzung einsetzen würden. Wir haben es besprochen und sind nun alle dafür, das ist sicher keine Überraschung und vielleicht auch der Grund, wieso wir angesprochen wurden. Wir haben uns schlau gemacht und das Thema von mehreren Seiten beleuchtet. Um allen soweit möglich gerecht zu werden. Vor allem die "alten" Bäume mit viel Blätterwerk sind sehr wichtig, die von vielen Tieren "bewohnt" sind und viel Schatten spenden. Aber auch alle anderen Bäume, alle Büsche und alle Hecken.
Unser Antrag wurde mit 5 zu 18 Stimmen abgelehnt. Ich frage mich, ob wir es versäumt haben, die richtigen Argumente vorzutragen, oder irgendwie deutlicher zu werden. Die meisten Redner waren der Überzeugung, dass wir keine Baumschutzsatzung brauchen, weil es schon ein geltendes Landesnaturschutzgesetz gibt. Und im privaten Garten oder bei Bäumen, die einem "gehören", da möchte doch jeder selber entscheiden was er macht. Einfach einen Baum fällen, das würde einem Jockgrimer auch nicht einfallen. Interessant ist, dass es laut dem Landesnaturschutzgesetz auch Privatleuten bereits untersagt ist, Bäume ab einer gewissen Größe einfach zu fällen. Und bei den über die letzten 3 Jahre gefällten großen Bäumen, die uns aufgefallen sind und die wir dokumentiert haben, da sind schon welche dabei, bei denen wir uns fragen, wer das entschieden hat. Ein weiterer Grund, dass wir in Jockgrim keine Baumschutzsatzung haben können, sei, dass wir keinen Fachmann in der Gemeinde haben, der die Baumschutzordnung übersieht und konsequent verfolgt. Und jemanden einstellen, der nur dafür zuständig ist, rechne sich nicht.
Was mich an dem Abend verblüfft hat, war, dass es wegen dem Waldstück am Schützenhaus kritische Stimmen gab, ob das denn sein musste. Aber einzelne, große, alte Bäume, die die letzten 3 Jahre in und um Jockgrim einfach abgeholzt wurden, die waren nicht im Blick.
Was machen wir jetzt damit? Sobald ein Baum an einer Straße steht und irgendwie erkrankt ist, haben wir wohl kaum eine Chance. Wenn ein Baum aber nicht an einer Straße steht und nicht an einem Haus, dann sollte Erhalt auf jeden Fall vor Abholzen gehen. Wozu einen Baum fällen, wie hinten auf der Wiese zwischen dem roten Weg und der Dorfsilhouette, der mitten im Feld stand und niemanden gefährdet hat? Der einzige Baum auf weiter Flur, das ist doch ein Grund, ihn stehen zu lassen?
Unser Förster hat am Schützenhaus die toten Äste so lange herausgeschnitten, bis es eben nicht mehr anders ging. Wir müssen darauf hoffen, dass niemand, weder die Gemeinde noch Mitbewohner, einen Baum "einfach" fällen, sondern zukünftig den Erhalt priorisieren.
2025
Ausschusses für Bau und Liegenschaften, Energie, Umwelt und Klimaschutz der Ortsgemeinde Jockgrim - 18.09.2025 - Bericht und Einordnung von Mike
Thema Wärmeplanung
Ortsbärgermeister German Guttenbacher stellt unter TOP 2 den Ist-Zustand (Bilanzierung) des Energiebedarfs der Verbandsgemeinde vor, die Daten wurden vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (Ifas) zusammengestellt (Präsentation öffentlich im Ratsinformationssystem zugänglich[1]). Auch wird eine Mäglichkeit zur Wärmeversorgung (Nahwärmenetz Jockgrim Ost, 910 Gebäude, Wärmebereitstellung über zentrale Wärmepumpe mit Stromdirektleitung) im Rahmen Wärmeplanung für Jockgrim vorgestellt und diskutiert. Es bestehen von vielen Seiten größere Bedenken, ob ein Nahwärmenetz sinnvoll ist, u.a. wegen der hohen Kosten, der langen Bauzeit, des angenommenen hohen und kaum realisierbaren Anschlussgrades von 80% der 910 Gebäude.
Daher wurde auch die Alternative dezentrale Wärmepumpen diskutiert, wobei sich hier hartnäckig einige Mythen halten.
Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) hat bereits 2010, also auf Basis von heute als technisch veralteten Wärmepumpen, festgestellt: "Als Hauptergebnis konnte festgestellt werden, dass gründlich geplante und sorgfältig installierte Wärmepumpenanlagen eine Effizienz erreichen, die ihnen sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile gegenüber fossil betriebenen Heizungssystemen verschaffen."[2]
Das Fraunhofer ISE hat danach seine Untersuchungen fortgesetzt und rund 75 Wärmepumpen in Einfamilienhäusern der Baujahre 1826 bis 2001 messtechnisch untersucht.[3] Also alles vom Altbau bis zu relativ neuen Gebäuden: "Verglichen mit einem Gaskessel als Referenzwärmeerzeuger würden die Einsparungen an Treibhausgasemissionen unter Berücksichtigung der geringsten und höchsten gemessenen JAZ zwischen 18 und 62 Prozent liegen." Also auch die schlechteste Wärmepumpe ist besser als Gas!
Neben der CO2 Einsparung sind die Kosten relevant, auch das wurde untersucht. Fazit: "Wird jetzt neu in einen Heizungsaustausch investiert, sind Wärmepumpen und Fernwärme nicht nur klima-schonender, sondern langfristig auch kostengänstiger als das Heizen mit Gas."[4] Besonders wichtig dabei ist, dass dies auch für un- und teilsanierten Altbauten zutrifft, trotz höherer Verbrauchs- und Investitionskosten. Auch mit Gas oder öl heizt man im unsanierten Altbau für draußen!
Natürlich untersucht nicht nur das Fraunhofer ISE die Effizienz von Wärmepumpen, es gibt weltweit Daten, die die Effizient von Wärmepumpen belegen. Am Überzeugendsten ist vielleicht, dass Skandinavien (ja, dort ist es im Schnitt kälter!) schon viel weiter ist bei der Wärmewende als wir:[5] Wärmepumpen decken in Norwegen ~60% und in Schweden und Finnland je ~40% des Wärmebedarfs, Tendenz weiter steigend.
Quellen: [1], [2], [3], [4], [5]
Gemeinderat Jockgrim - 03.07.2025
Der Ortsgemeinderat beschließt aufgrund unsres Antrags Regelmäßige Berichterstattung über die Arbeit des Klimaschutzmanagers einstimmig, dass der Klimaschutzmanager den Ortsbürgermeister regelmäßig über den Fortschritt seiner Projekte informieren soll. Der Ortsbürgermeister gibt diese Informationen dann an den Gemeinderat weiter.
Gemeinderat Jockgrim - 10.04.2025
Der Ortsgemeinderat beschließt einstimmig die Weiterleitung unseres Antrags Mähen/Freihalten von Regenversickerungsflächen an die Verbandsgemeindeverwaltung zur Prüfung und ggfs. Behandlung im Verbandsgemeinderat.
2024
Gemeinderat Jockgrim - 29.08.2024
Unser Antrag Freiwilligentage 2024 wird vom Gemeinderat einstimmig angenommen. Der Beschluss lautet: "Die Ortsgemeinde Jockgrim beauftragt Jockgrim PROgressiv [...] [mit der] Initiative, Koordination und Umsetzung eines Freiwilligenprojektes auf gemeindeeigenen Flächen, wie Spielplätzen zur Instandsetzung und besseren Nutzbarkeit im Klimawandel."
Jockgrim PROgressiv e.V.